In Deutschland bin ich ein cleveres Mädle…
Nun, in Kanada ist das anders - zumindest ein bisschen, denn in Vancouver bin ich ja zumindest sprachlich ein bisschen handicapped. Okay, ich verstehe oft 99% des Gesprochenen, aber 1% unterscheiden einen dann doch enormst von einem Muttersprachler. Neulich hab ich hier so einen Sprachassoziationstest gemacht und bin knallhart unter ferner liefen gelandet. Man ist hier halt doch ein Ausländer und wird es immer bleiben.
Das besondere an Kanada ist hierbei nur, dass es die Ausländer trotzdem als volle Mitbürger aufnimmt und gar nicht auf die Sprachuniformität besteht, da viele Mitbürger nur 99% oder weniger der einen Landessprache können. Viele der anderen können dann die zweite auch nicht, aber es ist wohl so, dass der gebildete Quebecoise auf jeden Fall voll bilingual ist.
Und so überrascht es dann auch nicht, dass Quebec die Provinz mit dem durchschnittlich höchsten IQ (110,06) ist, dicht gefolgt mit nur 0,70 Abstand von British Columbia.
Nun, ich hätte in diesem Land wohl eher einen unterdurchschnittlichen IQ, nicht, weil ich dümmer bin, sondern weil mir einfach die tief verankerte Sprache fehlt und wenn man dann an einzelnen Wörtern scheitert, ist das wirklich sehr ernüchternd für solche Tests.
Was dann aber an den populärwissenschaftlichen Artikeln in den Wissenschaftszeitschriften liest(falls einem mal zufällig eine in die Hände fällt, was ja hier nicht unbedingt die Regel ist), fällt einem auf, dass 50% der Autoren Deutsche sind oder dann zumindest Europäer. Das kann nun z.B. daran liegen, dass die Populärwissenschaften sich hier nicht über Zeitschriften weiterverbreiten, sondern eher durch Fernsehen (Naja, sehr beschränkt), Radio (z.B. CBC Radio), Bücher (natürlich nur nach eigenem Interesse) oder Internet (siehe www.ted.com). Ich habe echt keine Ahnung, aber mittlerweile gehen mir meine Wissenschaftszeitschriften schon ab. Input… Input… I need Input.
Ja, es ist Zeit wieder aufzubrechen, aber nicht heutet
Liebe Grüsse,
Eure Alex