Frohes neues Jahr, allerseits!
Inzwischen ist auch in Kanada das Jahr 2011 angebrochen. Es ist so süß. wenn dann um drei Uhr nachmittags die ersten Neujahrsglückwünsche eintrudeln und ich mich dann nur frage “Was wollt ihr denn um 3 Uhr nachmittags von mir?”
Um drei Uhr nachmittags habe ich noch Vorbereitungen für unsere Fondues getroffen. Es gibt hier nämlich nicht nur ein Fondue, sondern gleich 3 auf einmal, Schoko, Käse und Fleisch. Nun ja, es mag etwas übertrieben klingen, aber meine Freunde haben das Käsefondue übernommen, mein Vermieterin das Schokofondue und der Mann meiner Vermieterin hat mir bei den Fonduesoßen assistiert.
Ich wollte eine Aioli, d.h. eine Knoblauchmayonaise selbst machen, aber das ist trotz Unterstützung meines Küchengehilfen kräftig in die Hose gegangen. Ich kann in der Küche einfach keine Anweisungen geben, weil ich selbst nicht gut genug im Kochen bin. Dann haben wir halt ein paar Soßen improvisiert und letztendlich ist es so gelaufen, wie bei jedem Fondue. Die Hälfte der Soßen wird gegessen und die andere Hälfte weggeworfen. Das ist wohl das Schicksal. Und nachdem ich die Knoblauchmayonaise dann mit Miracel Whip nochmal gemacht habe, weil meine selbstgemachte nicht funktionieren wolle, wurde sie trotzdem als eine der besseren Soßen gegessen.
Das mit drei Fondue-Sorten war ein bisschen Chaos, aber irgendwie war es auch gut, da die Menschen von einem zum nächsten gingen und sich so stärker durchmischten als sonst irgendwie. Alles in allem, war es ein sehr nettes Silvester (obwohl das Wort “silvester” hier niemand etwas sagt; irgendwie sind viele englische Begriffe einfach logischer, denn es ist ja “New year s eve” der Tag vor Beginn des neuen Jahres).
Doch es war schön, Silvester mit Bekannten und Freunden zu feiern und es ist ja ein Wunder, dass ich schon “Freunde” auf der Insel habe.
Kurz vor Neujahr haben wir unsere Wünsche für das nächste Jahr aufgeschrieben und im Feuer verbrannt. Der Sohn meiner Freunde fragte mich dann, warum wir das denn machen würden (er ist so ca. 4), aber ich konnte es ihm nicht so richtig erklären. Wie erklärt man einem kleinen Jungen, dass man seine Seele ein bisschen erleichtert und einen Wunsch ans Universum aussendet, um Realität zu werden (und dass dies, das eigene Ich verfestigen würde, die Dinge und Wünsche zu klären bzw. zu realisieren). Nein, ich habe es dann eher bei der materiellen Verteilung der Asche des Papiers auf der Welt gelassen (oder so).
Unser Hund hat sich auch wacker gehalten, obwohl er wohl von der Hundeattacke gestern noch ein ziemlich rotes Auge hat und sich deshalb ein bisschen schüchtern bei den Leuten aufgehalten hat, die er kennt - von denen ich natürlich einer bin.
2011. Ich hab das immer noch nicht realisiert, aber mein neuer Kalender mit 365 neuen Tagen liegt vor mir. Es ist wohl Zeit, die Dinge anzupacken und das zu tun, was getan werden muss. Was immer das in Deinem Fall sein mag, ich fürchte ich weiß, was es in meinem Fall sein wird.
Insofern wünsche ich Euch die Kraft und Ausdauer, das zu Erreichen, was ihr im neuen Jahr erreichen wollt. Gebt nicht auf! Nur manchmal ist der Weg zum Ziel nicht der offensichtliche Weg oder wie hat es heute jemand zu mir gesagt, “Manchmal liegen die Ziele mit den höchsten Hürden, direkt nebenan, aber man sieht es einfach nicht” (oder so).
Frohes, erfolgreiches und glückliches neues Jahr 2011.
Liebe Grüße,
Eure Alex