Heute war ich mit dem Natur Verein Bowen beim allgemeinen, nordamerikanischen Weihnachtsvogelgucken. Es ist wohl so, dass 1x im Jahr die Vögel gezählt werden und dies vornehmlich in der Nachweihnachtszeit geschieht. Wir sind also früh aufgestanden und dann mit einem erfahrenen Vogelkundler auf die “Pirsch” nach Vögeln gegangen. Außergerüstet mit Fernglas, Vogelbuch und Notizblock sind wir also losgezogen. Die Vögel sind doch sehr unterschiedlich zu den deutschen und bis auf eine (gemeine) Stockente, habe ich keinen der Vögel vorher gekannt. Innerhalb von 5 Stunden Fußmarsch auf der Insel, in denen wir unser zugeordnetes Planquadrat abgelaufen sind, haben wir schliesslich 28 Vogelsorten in über 100 Individuen entdeckt. Und das war wie gesagt nur unser Team. Auf ganz Bowen waren wohl so an die 30 Mann unterwegs, um Vögel zu zählen. Dabei lag unser Verantwortungsbereich um Killarney Lake herum.
Abends gab es dann noch ein “Helfer”-Treffen, wo sich alle Hobbyvogelkundler eingefunden haben, um ihre Vogelzählergebnisse auszutauschen.
Ich hab also wieder eine neue Ecke von Bowen Island kennengelernt und duzende von Leuten. Das mit den neuen Leuten nimmt derzeit ein so ungeheures Ausmaß an, dass ich mir so gut wie überhaupt keine Namen mehr merke. Man merkt sich dann höchstens den Beruf oder die Herkunft oder die Geschichte des Gegenüber, ist aber unfähig jemanden anzusprechen.
So haben wir auf dem Weg (beim Vogelzählen) auch ein paar Bekannte getroffen, aber ich war nicht in der Lage die Leute einander vorzustellen, da ich mich nicht an die Namen, sondern nur noch an die Umstände des Kennenlernens erinnern konnte. Naja, ein paar Freunde habe ich ja schon auf der Insel und von denen weiß ich natürlich auch die Namen.
Aber ansonsten genieße ich mittlerweile die gelegentliche Ruhe (falls sie mal eintritt).
Heute bin ich aber noch dazu sehr müde, weil ich 5 Stunden lang Vögeln hinterhergejagt bin (oder zumindest durch den Wald gewandert bin).
Insofern wars dies erst mal für heute.
Liebe Grüße,
Eure Alex