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blog.alexandra-scherer.de » Woche 4 - Tag 4 - Abenteuerspielplatz Akademikerinsel
19.11.2010

Woche 4 - Tag 4 - Abenteuerspielplatz Akademikerinsel

Gestern waren wir dann noch auf unserer Insel unterwegs. Ich durfte fahren, damit ich mich an das bergige Terrain gewöhnen kann (wenn ich mal alleine fahre). Es ist echt super, dass ich so mein Transportproblem einigermaßen lösen kann.

Wir waren also noch weiter inmitten der Insel - diesmal beim Metzger. Alleine die richtige Auffahrt zum Metzger zu erwischen ist abenteuerlich und dann geht es einen relativ steilen Berg hinauf zum kleinen Laden. Das war noch okay, obwohl es im Winter, der ja hier normalerweise nicht so kalt wird wie bei uns, bzw. mit Schnee wohl kein Spass mehr ist, den Berg hinaufzufahren.

Nun, der schwierigen Strassen nicht genug, sind wir dann noch zu einer befreundeten Professorin gefahren, die - im Vergleich zu uns - inmitten der Wälder lebt. Irgendwann nach der 3 Abbiegung von der Hauptstrasse hört der Strassenbelag auf und man befindet sich nur noch auf Feldwegen. Und auf was für welchen… ein Schlagloch nach dem nächsten. Hinzu kommt, dass meine Vermieterin nur einen Toyota Corolla hat und keinen Geländewagen. Auf meine Frage, ob denn schon mal was passiert sei (platter Reifen etc.) meinte sie dann aber nur, dass ihr das höchstens in Vancouver Stadt passiere, aber nicht auf Bowen - zumindest bisher. Die Fahrt war aber trotzdem echt abenteuerlich, zumal viele Wege dann auch noch so steil sind, dass man es manchmal kaum über die Kuppe schafft (Übertreibung!). Naja, im Dunkeln (auf der Rückfahrt) ist das ganze dann noch ein bisschen aufregender, aber ich habe das - mit meiner jahrzehntelangen (also zumindest 1,5 davon) Fahrerfahrung locker gemeistert (langsam halt). Auf der Insel ist sowieso zumeist ein Tempolimit von 40 km/h (ja, es wird tatsächlich in Kilometern angegeben, obwohl für alles andere oft noch die alten/amerikanischen Einheiten wie Inch, Foot etc. verwendet werden). Die Beschränkung ist wohl vor allem dafür da, um beim kreuzendem Wild noch rechtzeitig bremsen zu können. Ansonsten gibt es hier auch schöne Bremshuckel (z.B. vor der Grundschule) und stärker Tempolimits von bis zu 20 km/h (an die sich aber kaum einer hält) - vor allem an den Stellen, wo es Unfälle gegeben hat.

Die Bekannte meiner Vermieterin war - wie gesagt - auch eine Professorin. Es ist echt interessant, wie ähnlich doch die Themen manchmal sind, wenn man zumindest einen ähnlichen Beruf ausübt (Ja, ja, ich weiß…). Alles in allem scheinen wirklich recht viele Professoren der verschiedenen Universitäten von Vancouver (University of British Columbia, Simon-Fraser-University, Emily-Carr-University for Arts and Design etc.) auf Bowen Island zu leben. Und irgendwie scheint es sich dabei dann auch zumeist auf weiße Kanadier zu beschränken (obwohl die asiatische Bevölkerung in Vancouver schon mehr als ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmacht). Insofern ist Bowen Island dann doch eher eine (zum Großteil) elitäre Gemeinde von Weißen inmitten des bunt-durchmischten Vancouvers.

Vorsicht, Politik-Gelaber:

Die Kanadier fahren übrigens keine Durchmischungs/Melting-pot-Strategie, wie die US-Amerikaner oder die Deutschen, dass sich jeder anpassen muss, sondern geben jeder Bevölkerungsgruppe die Gelegenheit, ihre eigene Kultur aufrechtzuerhalten (man nennt das hier höflich Mosaik-Gesellschaft statt unserem bösen Wort Parallelgesellschaft). Im Falle der Asiaten (hauptsächlich Chinesen), gibt es insofern auch Vancouver/kanadische Nachrichten auf chinesisch auf einem eigenen Kanal.
Chinesen, die in Chinatown leben, brauchen auch gar kein Englisch zu können. Im Gegenteil, in Chinatown werben auch oft Läden extra damit, dass man auch Englisch sprechen könnte.

Jedoch scheint diese Art der Integration relativ harmonisch abzulaufen, was auch daran liegt, dass die Asiaten trotz oder aufgrund ihrer introvertierten Erziehung extremst fleissig in der Schule sind und den herkunftsäßig europäischen Kanadiern in nichts nachstehen. Dafür haben sie als echte, 100% ige Kanadier aber auch meist gleiche Chancen wie europäischstämmige Kanadier. Kanada ist eben (immer noch) ein echtes Einwanderungsland und akzeptiert seine Bürger als gleichwertig. Das Bild des Kanadiers als europäischer Nachkomme hat sich zumindest im Westen Kanadas, zumindest in den Grossstädten, stark gewandelt und auch zwischenrassische Beziehungen (der Ausdruck klingt irgendwie böse, aber ihr wisst, was ich meine) sind nicht mehr die Ausnahme.
Es scheint vielmehr so, dass Beziehungen innerhalb einer bestimmten sozialen Schicht geschlossen werden (also aufgrund des finanziellen und Bildungshintergrundes) und nicht aufgrund des Aussehens oder der Herkunft. (Bei uns ist das wohl auch so, nur dass bei uns - wohl auch aufgrund der limitierten Zahl - nicht alle Einwanderer sofort als gleichwertig anerkannt werden.)
Aber ich will hier nichts beschönigen. Es ist schon auch so, dass die meisten schlechter bezahlten Jobs (in Fast-Food Restaurants etc.) eher von asiatisch oder südamerikanisch-stämmigen Mitbürgern erledigt werden. Die Spitze meiner Erfahrung war dann auch noch, dass ein Schwarzer im Restaurant dann nur noch abräumen und putzen durfte (aber Schwarze gibt es hier generell eigentlich extrem wenige). Wie auch immer…
Während sich die Kanadier fragen “Was ist eigentlich kanadisch und was nicht? Das Land ist ja so jung”, haben die deutschen eher Angst davor, dass sie sich durchmischen “müssen”. Das war vor mehreren Jahrzehnten so (und wir kennen alle die Folgen) und es ist aus irgendeinem Grund immer noch so (also zumindest zum Grossteil). Und irgendwie scheinen sich ja die ständigen Langzeitausländer in Deutschland auch irgendwie in ihren Rollen (inklusive ihrer “Parallelgesellschaft”) eingerichtet zu haben.
Ein Deutscher bei der Müllabfuhr in Deutschland? Dann doch wohl lieber Hartz IV, oder?

Ich weiß nicht, aber in meinem Kopf ist das auch irgendwie so drinnen, aber es ist wohl logisch, dass die niederqualifizierten Jobs diejenigen machen, die die gesprochene Landessprache am wenigsten beherrschen. Das ist in Kanada so, in Deutschland und auch bei StarWars (wenn man mal genau hinguckt). Aber der einzige Schluss, den ich daraus ziehe ist, dass die Sprache wirklich der essentielle Schlüssel zur Integration ist. Nur dann kann man die weiterführende Bildung leicht und bereitwillig aufnehmen und sich seinen eigenen integralen Platz in der Gesellschaft finden.

Vielleicht sehe ich das klarer jetzt, wo ich selbst der Ausländer bin und nur 90% der Worte wirklich verstehe. Weiterhin ist das Verständnis in der Gruppe natürlich viel geringer als das Verständnis in einer privaten Unterhaltung. Und insofern sollte man jedem Kleinkind in Deutschland möglichst früh Zugang zur deutschen Sprache ermöglichen.

Hierbei sollte man jedoch darauf achten, dass Ausländerkinder unter Ausländerkindern die Zweitsprache nicht unbedingt vorziehen bzw. gut lernen, sondern dass es besser wäre Kinder isoliert von ihrer Muttersprache (also zumindest in der Schule) in der Zweitsprache zu unterrichten. Ansonsten “artet” das nämlich so aus wie unserem Englischunterricht an meiner Schule, wo ich nie wirklich viel Englisch gelernt habe, sondern irgendwie durchgekommen bin.

Mein Englisch habe ich eher mit englischen Kinofilmen, englischen Artikeln (aufgrund meines Studiums) und meinen Auslandsaufenthalten (derer waren es ja soviele nicht) auf ein akzeptables Niveau gebracht, obwohl es immer noch nicht wirklich gut ist.

Insofern plädiere ich für gemischte Schulen und vielleicht Schüleraustäusche (ist das der Plural von austausch?) innerhalb Deutschlands, wo türkischstämmige Kinder mal ein paar Wochen/Monate in einer reindeutschen Klasse verbringen können. Warum denn nicht? Genug Politik für heute.

Liebe Grüsse,
Eure Alex

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