Man könnte annehmen, dass ich auf einer einsamen Insel lebe und mich daher den ganzen Tag langweile. Tatsächlich schliddere ich hier allerdings von einem Event ins nächste. Heute hatte meine Vermieterin Besuch von drei Freundinnen und hat hierzu groß aufgekocht. Die Damen waren fast alle doppelt so alt wie ich, aber es war sehr nett und lecker.
Danach gab es dann noch aufgewärmten Kuchen zum Tee. Die Kanadier haben aus irgendeinem Grund die Gewohnheit, sämtliche Kekse und Kuchen (sowie das Frühstück) warm zu sich zu nehmen. Dann kommt halt der gekauft Kuchen nochmal kurz in die Mikrowelle vor dem Servieren. Das ist lustig, aber es schmeckt nicht schlecht. Allgemein habe ich dadurch irgendwie das Gefühl, dass es hier kälter ist, aber das ist es gar nicht. Wir haben 8°C und es ist voll mild.
Anschliessend waren wir dann wieder am Strand spazieren. Irgendwie habe ich ziemlich Glück mit dem Wetter - also zumindest sagen das alle.
Es ist übrigens super, einen Hund zu haben. Irgendwann kommt er dann an und verlangt, dass man mit ihm raus geht. Bart ist gut erzogen und kann auch selbst raus und sein Geschäft machen, aber manchmal verlangt er, dass man sich um ihn kümmert. Das hat dann zur Folge, dass man selbst ein bisschen Auslauf bekommt und nicht den ganzen Tag im Haus rumhockt. Er verbindet einen selbst wieder stärker mit der Natur, den wer würde denn heutzutage freiwillig einen Spaziergang machen, wenn es regnet???
Heute abend wäre schon wieder ein Event gewesen - irgendein Vortrag in unserer “Innenstadt” (Artisan Place). Aber ich hab erstmal genug echte Kanadier gesehen. Zeit, die Eindrücke zu verarbeiten.
Soviel für heute!
Liebe Grüsse,
Alex