Wie gesagt, ich bin immer noch krank. Montag um 11 Uhr musste ich aus meinem Hostel auschecken. Das Gepäck konnte ich dort lassen, aber ich musste meine Zeit eben noch rumbringen. Naja, mithilfe meiner Bekannten ging das dann auch irgendwie (obwohl mir dann doch die Energie fehlt). Am Montag abend wurde ich dann abgeholt mit meinen 65 kg Gepäck und nach Bowen Island geschippert. Von der Innenstadt aus waren es nur 30 Minuten bis zur Fähre. Die braucht dann 20 Minuten bis Snug Cove und nach 5 Minuten ist man dann da.
Es ist ein Holz-Haus am Berghang mit einer superlangen relativ steilen und teilweise rutschigen Holztreppe. Das Interieur ist süß und so wie ich mir mein Haus auch einrichten würde. Wohn-/Esszimmer und Küche in einem und darüber noch eine Galerie. Dazu riesige Fenster und stilvolle Einrichtung. Ich wohne ja bei einem Künstler. Es gibt eine Dusche mit Dampfbad und ein gemütliche Badewanne. Am ersten Abend habe ich allein im Haus übernachtet.
Mein Husten hat mich allerdings wachgehalten in Kombination natürlich mit der neuen Situation. Der nächste Laden ist nicht 5 Minuten weg, sondern 30 min, und um zu den Nachbarn zu kommen, muss ich erst unsere Treppen herunterlaufen und die des Nachbarn hinauf. Es ist aber alles sehr nett. Und so leise, erschreckend leise. Keine Sirenen wie in Vancouver die ganze Nacht, kein rumlungerndes pöbelndes Volk. Stille. Irgendwo in der Ferne ein Licht. Spannend, aufregend und doch irgendwie wieder entspannend. Naja, so ist das Leben wohl auf einer Insel.
Liebe Grüsse, Alex