Hey,
manchmal werde ich gefragt, ob ich mir es in Kanada nicht einfacher vorgestellt haetter, aber ehrlich gesagt, habe ich mir ueberhaupt nichts vorgestellt. Ich nehme die Dinge so, wie sie kommen. Und wenn man bei den anderen Reisenden so rumfragt, hat keiner vor 4 Wochen Anwesenheit in Kanada einen Job bekommen, ausser die, die sowieso schon einen Job hatten. Nein, ich denke, man braucht hier generell so seine Zeit, sich zu akklimatisieren, obwohl so vieles aehnlich ich. Es ist ein neues Land, eine neue Sprache und da muss man seine Moeglichkeiten erst mal auslosten. Und im Moment bin ich so einigermassen gesettelt, d.h. es gib grad nicht viel Neues zu berichten, ausser dass ich gerade - wie soviel hier - ein bisschen rumkraenkel. Ausserdem nervt es, wenn man staendig nette Leute kennenlernt, die dann nach ein paar Tagen wieder gehen. Das ist ech saubloed (Sorry). Aber ja, man lernt eine Menge ueber sich selbst und ueber die Deutschen so im Allgemeinen und im Speziellen. Und nein, ich werde mich mit Sicherheit so schnell nicht unterkriegen lassen, nur weil ich jetzt nicht umsonst Heli-Skiing fliegen darf. Plan B ist schon in Planung. Vielleicht mit etwas mehr Sorgfalt, vielleicht auch nicht. Jeder Mensch, den man trifft, gibt einem neue Impulse, eine neue Art die Welt und sich selbst zu sehen und gerade die Reisenden, die wirklich schon auf der ganzen Welt waren, sind dann meist diejenigen, die die Vorteile von Deutschland wirklich zu schaetzen wissen.
Insofern hab ich an Tag 11 nicht wirklich viel Neues erlebt. Ausser ich hab mal bei uns im Hostel TV geguckt und meine Lieblingsserie hier (The Big Bang Theory) angeguckt - endlich mal live und nicht im Internet. Und natuerlich hab ich wieder neue Leute kennengelernt - wie immer.
Ich hoffe, bei Euch ist auch alles paletti.
Liebe Gruesse aus dem heute wieder nieselnden Vancouver,
Eure Alex