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blog.alexandra-scherer.de » Kanada - Here I am
25.10.2010

Kanada - Here I am

Wo soll ich anfangen? Es ist 3 Uhr früh in Deutschland, 18 Uhr in Vancouver, ich bin saumüde, ich liege erschöpft auf meinem Bett in meinem Hostel und schreibe diese Zeilen, um meine Augen auf und meinen Geist wach zu halten.

Anscheinend ist alles gut gegangen… das sah aber nicht immer so aus.

Fangen wir also von vorne an.

Gestern (also am 23.10.) war ich noch in der Arbeit, weil wir einen Mandanten hatten. Nein, eigentlich war ich noch in der Arbeit, weil ich mich von meinem Chef verabschieden wollte, meine Blumen mitnehmen und meinen Kanzleischlüssel (vorläufig) abgeben. Aber irgendwie ergibt sich das dann immer so, dass man noch mit den Mandanten ins Ratschen kommt und dann war es irgendwie auch schon nach 11. Ich bin dann zu meiner derzeitigen Herberge gefahren, habe alle Sachen, die ich mitnehmen wollte in meinen Koffer und meine Tasche geworfen und bin dann –nach einem Abschiedsessen - mit meinem lieben Mitbewohner zu meinen Eltern gefahren. Während mein Vater den Skikoffer auf dem Auto installiert hat, um meine Skier zum Flughafen zu fahren, hat meine Mutter – Gott-sei-Dank – nochmal meinen Koffern umgepackt – ordentlich und effizient (Herr Dr. E. aus G. sei hierbei gegrüßt). Letztendlich hat also doch alles in meinen Koffern gepasst und ich hielt mich voll im erlaubten Gewichtsbereich (30,5 kg bei 32 erlaubten).

Doch um Euch nicht mit Einzelheiten zu langweilen … der Check-In am Sonntag morgen in Richtung Düsseldorf verlief reibungslos. Der Flug nach Düsseldorf auch.

Doch dort waren wohl von Air Berlin die automatischen Check-In Counter ausgefallen und so standen 7 Leute herum und haben die Leute manuell auf Listen geschrieben.

Als dann jedoch eine Person mit meinem Nachnamen nach „Miami“ am Gate gegenüber aufgerufen wurde, wurde ich etwas nervös, ob denn mit meinem Gepäck auch alles in Ordnung sei. Ich habe den Aufruf auf jeden Fall ignoriert. „Scherer“ soll ja häufiger vorkommen.

Also wir mit einer Verspätung von über einer halben Stunde das Flugzeug betreten durften, herrschte immer noch Chaos und die Stewardessen liefen mit handgeschriebenen Sitzplatzzetteln herum. Letztendlich stimmte die Zahl der gebuchten und tatsächlichen Passagiere aber dann doch.

… als wir ungefähr über Reykyavik waren, wurde ein Arzt ausgerufen und ich hatte schon die grosse Befürchtung (Hoffnung?), dass wir in Island notlanden würden. Nichts davon.

Irgendwann so 3-4 Stunden vor Flug wurden Einreiseformulare für Kanada ausgeteilt. Es gab zwei verschiedene Optionen: Bewohner oder Besucher. Bei Bewohnern musste man den Wohnort angeben, bei Besuchern, die Aufenthaltsdauer. Ich hatte weder noch.

Da ich mir also nicht sicher war, habe ich mir den Zettel, der sich mein Working Holiday Visum nennt, noch einmal genau durchgelesen. „Bitte halten Sie bei der Einreise folgende Dokumente bereit, Pass, Krankenversicherung, Rückflugticket, ….

Rückflugticket? Ich hatte kein Rückflugticket. Aus Kostengründen und Spontanetitätsgründen hatte ich mich entschlossen, noch keinen Rückflug zu buchen, da sich dieser ja mitunter verschieben könnte, wenn ich einen oder keinen Job finden würde trotz einer Arbeitsmöglichkeit von bis zu 12 Monaten (die ich aber nicht unbedingt ausschöpfen wollte).

Ich saß also im Flieger 3 Stunden vor Landung mit einem Visum, das ein Rückflugticket verlangt, ohne Rückflugticket. Oh jee…. Ich brauchte dringend Hilfe.

Da ich heimlich auf das Formular meiner Sitznachbarin geguckt hatte, durfte ich feststellen, dass diese – auch eine Deutsche – einen festen Wohnsitz in Kanada hatte. Also musste ich sie ansprechen. Sie war supernett und wie sich herausstellte war sie auch eine Naturwissenschaftlerin, die in Vancouver an der Uni Postdoc gemacht hatte.

Hierzu sage ich nur mal wieder: Was für ein Zufall! und Typisch!

Vielleicht waren wir die einzigen beiden Alleinreisenden auf dem ganzen Flieger nach Vancouver, aber vielleicht war es auch nur wieder Schicksal, denn mir passiert das ja immer, wenn ich unterwegs bin. Auf dem Weg nach Hamburg saß ich neulich neben einem promovierten Quantenphysiker, der mir ein Buch empfohlen hat; in Richtung Berlin war es ein forschender Arzt auf dem Weg zu einer Konferenz und nach Pisa war es ein Informatiker, der als Postdoc für das IPCC Regenwälder simuliert. Irgendwie scheint es so zu sein, dass nur solche Leute herumfahren (mit Bahn und Flieger) oder ich habe ein Dusel und treffe immer die Intellektuellen, mit denen ich mich dann über die Profs, die Forschungsstipendien und –projekte und die Forschung unterhalten kann – also auf meinem Anfängerniveau natürlich.

Dass man sich in den Bereichen des Geldereintreibens relativ einig ist und die Forschung (inklusive der auch inneruniversitären Konkurrenz) als Resultat von einem gewährten Etat zum nächsten nur als Nebenprodukt abfällt, wobei vornehmlich der Impact-Faktor und die Anzahl der Publikationen allgemein zählen und nicht die reale Wichtigkeit der Forschungsergebnisse. (Genug damit!)

Ich sitze also schwitzend im Flieger, betrachte die Wolken über Grönland und Nordkanada, und lasse mich von der Naturwissenschaftlerin beruhigen. „Kanadier sind alle nett“, „Es wird schon nicht so schlimm“, „Hast du eigentlich einen Laptop oder iPhone dabei?“

Ich: „Ja, warum?“

Sie: „Wahrscheinlich gibt es auf dem Flughafen kostenloses Internet und dann kannst du dir ja einfach noch ein Ticket kaufen … wenn die Immigrationsbeamten das verlangen“.

Ich bin beruhigt. Zumindest ein wenig. Es stimmt. Ich kann in 5 Minuten ein Ticket von Vancouver nach München buchen … die Frage ist nur zu welchem Preis.

Das Mädle und ich ratschen noch ein bisschen. Sie wohnt in Vancouver, sie fliegt nach Hause… ich fliege ins Abenteuer. Ohne Wohnung, ohne Job und ohne Rückflugticket.

Ich schaue noch den letzten Film auf dem viel zu kleinen, weit entfernten Bildschirm, bis wir dann in Vancouver landen. Ich habe einen Platz an der linken Fenster Seite und der Flieger kommt just von Nordosten und schwenkt an Vancouver vorbei in Richtung Osten auf die Landebahn ein, die gefühlte 5 m nach der Meeresbucht vor Vancouver auftaucht. Meer, Sumpf, Landebahn. Natürlich nicht zu vergessen, den beindruckenden Blick auf Vancouver-Stadt in der Sonne. Is scho schee hier.

Ich stelle mich trotzdem auf alles ein. Vielleicht schicken mich die Kanadier ja sofort zurück, weil ich keine Rückflugticket habe. Das wäre lustig, wenn ich dann wieder zur Arbeit käme, nachdem ich all meine Sachen bei meiner Familie und Freunden verteilt habe und sogar meine Schlüssel abgegeben habe. Alex geht nach Kanada, macht einen Riesenaufstand, organisiert alles in letzter Minute und wird dann nach Eintreffen in Kanada sofort wieder zurückgeschickt, weil sie das Rückflugticket vergessen hat. „Kanadier sind nett“. Meine Reisegefährtin beruhigt mich weiter, doch vor der Immigrationsstelle trennen sich unsere Wege.

Ich gehe zu den Einwanderungsschaltern und stelle mich hinter 20 Leuten an, die auch in Kanada arbeiten oder studieren wollen.

Hat mein Laptop überhaupt noch genug Akku, um eventuell hochzufahren und dann ein Ticket zu buchen? Ist in der Halle mit den Schaltern überhaupt freies Internet? Und eventuell Strom? Ein paar Deutsche vor mir können es nicht lassen und fahren ihren Laptop hoch und gucken irgendwas nach, ein anderer – auch Deutscher – macht sein iPhone an und surft auf Facebook nach seinen Freunden. „Geht das Internet hier?“, frag ich. Die Deutschen, ob der deutschen Ansprache oder der komischen, offensichtlich zu beantwortenden Frage, schauen mich gross an. „Ja“. Schön, ich bin beruhigt. Die Frage ist nun nur noch, ob der Akku durchhält. Ich schaue mich um. Keine Steckdose in Sicht. Nur ganz hinten in der Halle ist ein Fernseher mit Videorecorder (oder so). Ja, da muss es definitiv eine Steckdose geben. Die Schlange schreitet voran. Nur noch 10 Einwanderer vor mir. Die vor mir haben die elektronischen Geräte. Die hinter mir leider nicht mehr. Die Inderin mit den zwei Kindern hinter mir hat bestimmt keinen Laptop dabei, der mit weiterhilft, wenn mein Akku schlapp macht. Ich schwitze, ziehe meinen Anorak aus, ziehe meine Jacke aus, packe meinen Pass und meine Unterlagen aus und wieder ein. Ich ziehe meine Jacke wieder an, lächle die Immigrationsbeamten an. Es sind 2 Männer und 3 Frauen. Meine Flugnachbarin hatte mir unbedingt zu einem Mann geraten. Die sind noch netter und toleranter. Doch irgendwie wirken die etwas genervt. Also zumindest der eine. Ich lächle ihn an. Dann werde ich von ihm aufgerufen (… so als hätte ich es mal wieder gewußt). Ich gebe ihm meinen Visumszettel und meinen Pass.

„Und wo wollen Sie in Kanada arbeiten?“

Ich erzähle ihm was von Skigebiet und Vorstellungsgespräch und blablabla… mein Englisch ist aber sehr eingerostet und daher kommen eher Bruchstücke aus meinem Mund als vollständige Sätze.

„Und wie wollen Sie Ihren Aufenthalt in Kanada zunächst finanzieren?“

Ich halte ihm meine Kontoauszüge unter die Nase, erzähle was von Wechselkurs und Dispo und er ist wieder zufrieden. Ein netter, gutaussehender, aber gestresster Immigrationsbeamter. Er redet noch ein bisschen über meinen Job. Kein Frage zu meinem Rückflug…. und schon druckt er mit seinem Uralt-Nadeldrucker meine befristete Aufenthaltserlaubnis inklusive Arbeitsgenehmigung aus.

„Hier bitte, ihre Arbeitserlaubnis. Noch Fragen?“

Ich schau mich um, hinter mir stehen immer noch ein gutes Duzend Einwanderer. Ich flachse noch ein bisschen über den Nadeldruckerauszug und frag nach Reisen in die USA.

„Bitte halten Sie im Hinterkopf, dass Sie bei der Reimmagration „Einwohner Kanadas“ ankreuzen müssen und nicht „Besucher“!!

Ich lächle, ich behalte es.

Überstanden! Keine Frage nach meinem Rückflug. Yippieee… So leicht wird man Einwohner Kanadas.

LG, Eure Alex

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