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blog.alexandra-scherer.de » Ist die Gier zu groß?
1.08.2010

Ist die Gier zu groß?

Hey,

in meinem letzten Artikel habe ich angedeutet, dass man sich allzu moralische Werte eventuell nicht immer leisten kann. Ich habe nochmal nachgedacht und denke, dass in unserem Land, das Überleben des Individuums nicht gefährdet ist. Es ist vielmehr eine Frage des Stolzes oder der Gier. Jeder möchte für sich selbst am meisten mitnehmen. Da wird dann stunden-/tagelang im Internet nach dem billigsten/besten Angebot gesucht, weil man nicht bereit ist, den Preis des Händlers an der nächsten Ecke zu zahlen. Unter welchen Bedingungen dann das Produkt hergestellt und vertrieben wird, ist einem doch vollkommen egal. Mir ist das egal. Zumal ich das Gegenüber nicht sehe. Gegebenenfalls ist es sowieso eine anonyme Firma, bei der man die Dinge bestellt. Der Kauf über das Internet soll gar kein gerechter “Tausch” sein, sondern ein Tausch von Ware gegen möglichst wenig Geld (also gegen möglichst wenig eigener, erarbeiteter Dienstleistung). Ich bin gar nicht daran interessiert, ob irgendjemand daran etwas verdient.

Was ist die Folge? Nun, über das Internet findet ein reiner Preiskampf statt. Kapitalismus in Purform. Während man beim Bäcker und Apotheker sich dann doch noch aussucht, wie gut die Brezen aussehen und wie nett oder kompetent die Verkäuferin ist, zählt Service im Internet wenig. Kein Service ist natürlich auch ein k.o.-Kriterium, aber dass man seine Ware in einem akzeptablen Zeitraum bekommt, schaffen die meisten Händer.

Ein Grund, warum sich Lebensmittel noch nicht so gut über das Internet verkaufen lassen, ist wohl, - neben dem gut ausgebauten Händlernetz - dass Menschen viel Wert auf das Aussehen und die Qualität von frischen Waren wie Obst, Gemüse, Wurst und Brot legen. (Natürlich macht Einkaufen selbst auch Spass). Aber wenn man alles im Internet bestellt, kann man sich der Frische niemals sicher sein, weil man die Tomaten oder Äpfel nicht selbst (oder durch eine Vertrauensperson) ausgewählt hat.

a) Ich traue dem Einkäufer nicht zu, dass er für mich die BESTEN Waren auswählt

b) Ich traue der Kühlkette nicht (Vereinzelte Kühlung ist stark fehleranfällig)

c) Ich möchte niemand meine Wohnung zur Befüllung des Kühlschranks betreten lassen oder zu einem bestimmten Zeitpunkt daheim sein müssen, um die Lieferung anzunehmen.

Kennt jemand die SIMS? Da kann man sich die Lebensmittel bestellen und dann kommt kurze Zeit später ein Lieferant mich frischen Waren (und zwar 24 h am Tag). Das klingt super. Ist aber in unserem Warensystem nicht realistisch. Am Großmarkt wird morgens die frische Ware verschoben… abends bekommt man nur noch angegammelte Reste. Natürlich könnte sich auch das Grossmarktsystem umstellen, aber dazu besteht ja derzeit keinerlei Notwendigkeit. Wir sind ja nicht auf der Internationalen Raumstation oder in der Antarktis und müssen von extern versorgt werden - wir können in den Laden um die Ecke gehen, wenn der aufhat - was in Bayern bis maximal 20 Uhr ist.

Aber zurück zum Thema Gier.

Wenn ich nicht bereit bin, mein Geld auszugeben, muss ich damit rechnen, dass alle anderen auch nicht dazu bereit sind. Die Folge ist dann gegebenenfalls, dass die Gehälter sinken (oder nicht so stark steigen). Irgendjemand muss die Leistung erbringen, für die man das Geld bekommt, um sich alle anderen benötigten Waren einzutauschen.

Bei uns machen den Grossteil der Arbeit für das Bruttoinlandsprodukt mittlerweile die Roboter und Computer. Sie speichern quasi alle Daten und sind zu einem großen Bruchteil an der Produktion der technologischen Produkte beteiligt, die uns die (Mit-)Führung auf dem Weltmarkt garantieren, da sie so hohe Tauschwerte besitzen.

Die Verwaltung könnte man zu einem grossen Teil abbauen. Die Folge wäre allerdings, dass viele Jobs wegfallen würden. Stattdessen schafft man doch lieber neue Gesetze, die die Komplexität des Systems wieder so erhöhen, dass man Menschen braucht, um das Gewirr wieder zu entwirren.

Für mich und meinen “Luxus” arbeiten viele Menschen. Neben den Deutschen sind das vor allem die Chinesen, Inder und anderen Billiglohnländer, mit denen man gut tauschen kann. Schliesslich sind wir mit unserer Gier ja die Tauschweltmeister. Oder ist es die Gier der anderen, die unbedingt unsere Hightech-Produkte kaufen wollen?

So oder so, die Welt wird immer transparenter. Und jeder will das, was die anderen haben. Eine Klassifizerung von Menschen gibt es offiziell nicht, aber selbst menschliches Leben wurde schon in Euro beziffert. Natürlich schneiden die Drittweltländer da sehr viel schlechter als entwickelte Länder ab. Wenn man in der ersten Welt lebt, merkt man das nicht. Man sagt “Alle Menschen sind gleich” und “Die müssen doch nur arbeiten” und doch ist man der erste, der in Indien im Krankenhaus behandelt wird und der erste, der außer Landes geschafft wird, wenn Gefahr in Verzug ist. Unser Land beschützt uns, die Nationalität ist viel wert. Doch selbst die Hautfarbe ist ein Indiz für den Geldwert eines Menschen. Ich meine, dass jetzt nicht böse, aber Chancengleichheit in Deutschland gibt es oft selbst für Menschen nicht, die einen ausländischen Namen tragen, obwohl sie perfekt Deutsch sprechen und vielleicht sogar Deutsche sind. Menschen sind vorbelastet mit den Vorurteilen über den Geldwert von Menschen.

Während dieser (der Geldwert) in Deutschland zwar etwas variiert, aber nicht um mehrere Dimensionen auseinanderliegt, variiert er im Ausland teilweise stark.

Während der Tod eines einzigen Deutschen im (Drittwelt-)Ausland die diplomatischen Beziehungen stark beeinträchtigen kann und selbst die wirtschaftlichen Beziehungen erschüttern kann, ist der Tod eines Inländer in diesen Ländern oft absolut unspektakulär. Gleichzeitig ist der Tod eines Deutschen in einem entwickelten Land zwar klärungsbedürftig, aber nicht unbedingt dramatisch.

Der Mensch ist also so oder so auch eine Ware mit einem gewissen Geldwert.

Der Mensch ist kein freies Individuum, das gleichberechtigt und auf Augenhöhe durch die Welt spazieren kann, sondern ist ein geratetes, kategorisiertes Wesen. Die Kategorisierung bzw. das Rating ist oft nicht zu übersehen - das fängt mit der Haut- und Haarfarbe an, geht über die Kleidung bis zum Auftreten.

Was war denn nun mit der Gleichheit, Freiheit, Brüderlichkeit? Das waren nur die Franzosen, oder?

Oder das gilt nur für die Brüder? Also für die genetisch-nahen Verwandten? Das hatten wir in diesem Land schon einmal, oder? Und was treibt uns zu so etwas?

Nun, der Schlüssel dazu liegt wohl in dem Wort “uns” und gibt eigentlich nur den Wunsch des Individuums wieder, nicht alleine zu sein in diesem Leben. “Uns” ist dann aber ein Begriff, der eigentlich beliebig definiert und erweitert werden kann. “Uns” kann ich und jemand anders sein, aber auch alle Deutschen, oder alle Menschen, alle Lebewesen oder das gesamte Leben im Universum (und allen anderen Universen).

“Uns” ist steuerrechtlich in Deutschland geklärt. Wer in die gleiche Kasse einzahlt, gehört zum gleichen System, er gehört zu “uns”, weil “wir” etwas teilen. Bevorzugterweise gibt der andere mehr als ich, dann ist meine Gier befriedigt. Gerechterweise gibt jeder dasselbe. “Dasselbe” geben bezieht sich hier aber nicht auf die Menge an Geld. Eine Hebamme gibt sicherlich genausoviel an Nerven, Blut und Schweiß wie ein Topmanager und bekommt trotzdem nur einen Bruchteil seines Gehaltes. Dafür gibt es dann aber das Steuersystem, das die monetären Beträge wieder etwas ausnivelliert.

Doch jeder versucht das System auszuhebeln, wo er kann. Gesetzes-”lücken” werden knallhart bis aufs letzte ausgereizt. Und Papier, d.h. Gesetze sind geduldig und haben keinen gesunden Menschenverstand. Wenn der Computer die Einkommensteuererklärung des Millionärs, der rechnerisch keine Steuern zahlen muss, für korrekt befindet, muss es das ja auch sein.

Ich will hier aber nicht ungerecht sein. Viele Millionäre schaffen viel Arbeit für andere Menschen.

Die Sozialkassen sind auch deshalb nicht “stabil”, weil viele ein Sondersystem nutzen. Privatversicherte sind ja sowieso in ihrem eigenen Kreis, aber das gilt auch für kammerversicherte Berufe wie Ärzte und Anwälte.

Die beschränken das “Wir” dann auf einen kleinen Kreis wohlbetuchter Mitglieder, so dass die gesetzliche Kasse so oder so Minus machen muss. Aber das ist ja nicht relevant.

So sind es also die mittleren Einkommen, bei denen die Abgabenlast am grössten ist.

Die Mittelschicht finanziert also die Unterschicht mit und die Oberschicht hält sich mehr oder weniger raus, schafft Arbeitsplätze und generiert Umsatz (und freut sich, wenn sie die anderen zur Kasse bitten kann).

Wisst Ihr, ich weiß auch nicht, was man da machen kann oder soll. Ich kann die Dinge nur so darstellen, wie ich sie sehe. Gleichzeitig muss ich aber sagen, dass ich in meinem ganzen Leben noch niemanden getroffen haben, der wirklich soviel besser oder soviel intelligenter war.

Die naive Hoffnung der kleinen Alex war eben, dass es irgendwo jemanden gibt, der die Dinge besser weiß. Leider habe ich bis heute niemand gefunden und bin deshalb selbst ein grässlicher Besserwisser.

Aber wenn man erst mal realisiert hat, dass niemand das 37×37 auswendig kann (Ich dache in der Grundschule, das Erwachsene sowas können)  und dass die Lehrer oft nicht mehr wissen, als den Lehrstoff der Stunde, die sie gerade unterrichten. Und dass die Professoren an den Universitäten nicht mehr wissen, als den Stoff, den sie selbst mal gelernt haben und ihr eigenes Fachgebiet schemenhaft, sofern ihnen die Doktoranden das gut erklärt haben. Professoren sind eher selten hautnah an der Forschung - dazu haben sie weder die Zeit noch die Kapazität.

Denn alle Personen auf diesem Planeten sind eben nur Menschen - genauso wie Du.

Übermenschen gibt es nicht, gab es nie - manche haben einfach ein Händchen oder Glück oder den Willen oder die notwendige Beharrlichkeit (oder eine störungsfreie Kindheit mit entsprechender Förderung).

Ich hatte alles, was man haben kann - mehr als man brauchen kann und manchmal mehr als gut ist.

Ich fühle mich verpflichtet, all das zurückzugeben (nicht nur meinen Eltern, sondern auch dem Rest des “Wir”, der das möglich gemacht hat). Und der Rest des “Wir” ist für mich der Rest der Menschheit. Damit stelle ich mich “als Mensch” auf eine höhere Hierarchiestufe als die Tiere, obwohl ich auch deren Existenzberechtigung und Intelligenz nicht anzweifle, aber wir sind eben die höheren Tiere. Das ist mein “Wir” - mein naives “Wir” einer 33-Jährigen, die noch Ideale hat. Das ist heute meine Grenze.

Ich kann mir diese Grenze erlauben, weil meine Grundbedürfnisse von meiner Umgebung erfüllt werden, weil ich einen sicheren Platz zum Schlafen habe, Essen soviel ich will, fliessend Wasser, Strom und auch noch die entsprechenden elektronischen Geräte. Mir geht es gut und deshalb habe ich die freie Wahl.

Mit welchen Mitteln und auf wessen Kosten mir diese Befriedigung zuteil werden kann, weiß ich nicht. Dass die Unternehmen, für die wir arbeiten, irgendwo Menschen ganz anders behandeln als hier, ist mir nicht bewußt. Aber dass muss es ja auch nicht, denn “wir” sind ja der gute und fleissige Teil der Menschheit.

Dass “wir” zufälligerweise auf einem Fleckchen des Planeten leben, der besonders viel und vor allem gemäßigt Wasser abbekommt, ist sicherlich reiner Zufall, weil wir ja so oder so besser sind.

Wir. Wir sind wir alle. Jedes Wesen, das dazu in der Lage ist, diese Worte übersetzt in eine geeignete Sprache zu verstehen (Ich habe noch nicht einmal von “begreifen” gesprochen). (Jeder andere Mensch fühle sich automatisch inkludiert). Jedes dieser Wesen kann dir ganz leicht aktiv das Leben retten. Es kann Dir zu essen geben oder zu trinken oder einen sicheren Schlafplatz anbieten. Menschen tun das. Es ist menschlich, anderen Menschen bei der Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse zu helfen - wenn genug für alle da ist bzw. selbst wenn nicht immer genug da ist.

Wir sind die Menschheit. Wir sind die Bevölkerung dieses Planeten. Wir sind eins. Wir können alles verändern, was unsere Gesellschaften angeht, denn wir sind die Menschen auf der Erde.

Und bei jedem Akt der Gier, haut man irgendeinem anderen Menschen gegen das Schienbein (im übertragenen Sinn natürlich) - manchmal sogar sich selbst. Aber ich bin noch nicht soweit, meine Gier abzulegen. Vielleicht werde ich es nie sein - vielleicht sollte ich es aber auch nicht sein, denn ein bisschen gesunder Egoismus schützt das eigene Leben und letztendlich ist dann doch wieder jeder allein.

Allein auf Erden, so wie alle.

Gute Nacht, ihr Süßen!

LG, Alex

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